40 great books to unlock your creative potential – Holy Kaw!.

No matter what you’re field, if you seek to make a splash, the ability to think outside the box is essential.

Canva’s Andrew Tate found forty inspiring reads to put you in a state of mind to get ahead through creative thinking, whether your field is business or the arts.

01. Thinking Fast and Slow – Daniel Kahneman

Lazy thinking is the bane of creativity. In Thinking Fast and Slow, Nobel Prize winning economist Daniel Kahneman talks about how there are really two different thinking systems within the brain. System 1 lets us make fast decisions based on intuition, while system 2 is more deliberative and slower. Sometimes quick, emotional decisions are great for creativity but often we need to take a set back and reassess, bringing the second system into play. Kahneman explores different exercises you can do to make sure that for any creative decision you make, or any creative thinking you do, you are accessing the correct part of your brain.

02. Making Ideas Happen: Overcoming the Obstacles Between Vision & Reality – Scott Belsky

Throughout this series on creativity, we have always said that tenacity and determination are just as important to creativity as that initial bright spark. In Making Ideas Happen, Scott Belsky takes this a step further and gives you concrete strategies for realizing your idea and developing the skills to make them happen time and time again.

03. Things I have learned in my life so far – Stefan Sagmeister

Stefan Sagmeister is one of the world’s foremost graphic designers. One of his many beautiful books, Things I Have Learned in My Life So Far incorporates material from his exhibitions alongside his maxims for great design and true creativity.

04. How We Got to Now: Six Innovations That Made the Modern World – Steven Johnson

If you learn one thing from How We Got to Now, it would be that we have no idea where we are going, but genius, fate, and serendipity drive us there. Steven Johnson tells wonderful tales of creative genius and the curious connections between one breakthrough and another.

Full story at Canva.

Kickstart your creativity.

Graphics credit: Canva

Posted by Kate Rinsema

Reinhold Messner und Christoph Ransmayr im Interview – Gesellschaft/Leben.

»Man kommt nie wieder wirklich zurück«

Den Extrembergsteiger Reinhold Messner und den Schriftsteller Christoph Ransmayr verbindet seit 25 Jahren eine Freundschaft. Ein Gespräch über gemeinsame Reisen, erfrorene Schmetterlinge und die Sehnsucht nach Grenzerfahrung.

Von Thomas Bärnthaler und Gabriela Herpell (Interview)  Fotos: Robert Brembeck


SZ-Magazin: Herr Messner, Herr Ransmayr, Sie sind seit 25 Jahren befreundet. Wie haben Sie beide sich kennengelernt?
Christoph Ransmayr:
1989 hat mir Reinhold einen Brief geschrieben, der mich gefreut, aber auch verlegen gemacht hat. Er hatte mein Buch Die Schrecken des Eises und der Finsternis gelesen und lud mich ein, seine Expedition zum 8500 Meter hohen Lhotse zu begleiten. Da musste ich die Karten auf den Tisch legen und sagen, ich komme zwar auch aus einer Berggegend, aber ich bin kein Höhenbergsteiger, auch kein Eiswanderer oder Abenteurer.
Reinhold Messner: Ich weiß noch, ich bereitete gerade meine Antarktisdurchquerung vor. Eine neue Welt für mich: keine Berge, nur Eis und Kälte. Dementsprechend kamen Ängste, Zweifel auf. Da drückte mir jemand dieses Buch in die Hand, das mich mächtig aufgewühlt hat. Ich dachte: Wenn Eiswandern so schlimm ist, wie darin beschrieben, mache ich die Reise besser nicht. Aber ich wollte diesen Autor kennenlernen. Ich dachte, Christoph sei die Romanfigur Mazzini, der nach Spitzbergen geht und sich dort auf den Spuren der berühmten Payer-Weyprecht-Expedition in der Wildnis verliert.

Und dann sagt Ihnen dieser Autor, dass er nie im Franz-Josef-Land gewesen war, wo das Buch spielt. Waren Sie nicht enttäuscht?
Messner
: Ich war sprachlos und konnte es nicht fassen. Vor allem die Stellen, in denen der Alpinist und Entdecker Julius von Payer zitiert wird, den es ja wirklich gegeben hat, hatten mich beeindruckt. Ich habe dann Payers Bücher noch mal durchgekaut – und keine so guten Passagen gefunden. Also habe ich Christoph gefragt, wo hast du diese Passagen her? Da hat er mir erzählt, dass er sie leise umgearbeitet hatte. Das ist Christophs Stärke. Das kann nur der Dichter. Die meisten Bergbücher sind ja unlesbar, weil darin Menschen wie Roboter einen Berg rauf und wieder runter gehen und dabei Zelte aufbauen. Der Dichter kommt mit seinen Bildern viel näher an die Wahrheit heran.

Aber waren Ihnen die Fakten nicht immer besonders wichtig, Herr Messner?
Messner:
Ach, die Fakten! Machen wir uns nichts vor: Ich kann doch gar nicht wissen, was mein Gedächtnis behält und was es wegwischt. Oft ist die erfundene Geschichte wahrer als die Tatsache. Verdichten ist Reduktion auf das Wahre.

Wie darf man sich die Freundschaft zwischen einem Extrembergsteiger und einem Dichter vorstellen?
Ransmayr:
Die Welt oder das, was man von ihr erfahren will, wird durch den anderen vielschichtiger, vollständiger. Für mich waren die Gespräche mit Reinhold manchmal, als ob ich mit den Vorbildern meiner Romangestalten – Payer und Weyprecht oder auch jemandem wie Shackleton oder Amundsen – reden würde.
Messner: Wir sind miteinander im Gebirge unterwegs. Wir treffen uns regelmäßig und reden über alles Mögliche. Und nach der zweiten Flasche Rotwein kommen wir auf gute Ideen.
Ransmayr: Irgendwann sind wir auch gemeinsam über die Inseln des Franz-Josef-Archipels gewandert, durch eine Gletscherlandschaft, von der ich da und dort das Gefühl hatte, sie sei meine Erfindung, weil ja mein Roman in dieser hocharktischen Wildnis spielt. Wir waren zusammen im Himalaja, in Brasilien, in Indochina, Südostasien, auf der arabischen Halbinsel, auch in der Südsee, aber nie in jenen Höhen, in denen Reinhold seine Alleingänge gewagt hat.

Was hielt Sie davon ab?
Ransmayr
: Diese Höhen würde ich nicht überleben, weil mir dafür nicht nur die Kraft und die notwendigen Eignungen, sondern auch die Leidensfähigkeit fehlen.
Messner: Inzwischen ist er ein ganz passabler Berggeher.
Ransmayr: Ich habe durch ihn eine Welt wiederentdeckt, von der ich damals dachte, sie läge seit Langem hinter mir: die Berge. Als er mich einlud, mit ihm über die alte Payer-Route auf den Ortler zu gehen, war ich überzeugt, dass das meine Möglichkeiten übersteigen würde. Ich habe mich dann auf den Bergen meiner Kindheit im oberösterreichischen Salzkammergut vorbereitet, im Höllengebirge und im Toten Gebirge. Ich ging dabei in meine eigene Geschichte zurück und nahm so einen Faden wieder auf, der in meinem Leben lange nur lose herumgeflattert war.

Wie wichtig ist echte Erfahrung für einen Schriftsteller?
Ransmayr:
Es ist doch Geschwätz zu sagen, die wahren Abenteuer fänden im Kopf statt. Ohne die Erfahrung, die ein Mensch in der Welt tatsächlich gemacht hat, gibt es keine Gedanken und kein Gedankenspiel, gibt es keine Träume, keine Fantasien. Welt heißt dabei natürlich auch zwischenmenschliche Erfahrung, nicht nur das Erlebnis in der Höhe, in der Wüste, der Einsamkeit. Irgendwann muss sich jemand hinausgewagt und vielleicht sogar sein Leben aufs Spiel gesetzt haben, um Bilder, Empfindungen, Gedanken mitzubringen, an denen auch der Dichter, der Philosoph, der Komponist weiterspinnen kann.

Herr Messner, hatten Sie nie Angst, dass Ihrem Freund auf Ihren gemeinsamen Expeditionen etwas zustößt?
Messner:
Zuerst einmal ist für mich erstaunlich, wie geschickt Christoph wurde mit den Jahren. Als wir über die Tafelberge in Franz-Josef-Land geklettert sind, hatten wir ein Gewehr dabei – wegen der Eisbären. Ein paar
Jahre später sind wir im Osten von Tibet, wo Christophs Roman Der Fliegende Berg spielt, sogar auf richtig hohe Berge gestiegen.

Fühlt man sich eigentlich beschützt an der Seite eines Reinhold Messner?
Ransmayr:
Und wie. Die Durchquerung Osttibets hätte ich ohne ihn nie gemacht, und ich wäre auch nicht ohne ihn durch Franz-Josef-Land gegangen. Die Eisbären sind im arktischen Sommer wegen der vielen Robben auf dem Packeis zwar einigermaßen satt, aber es war mehr als beruhigend zu wissen, dass Reinhold ein Gewehr trug und notfalls auch damit umgehen konnte.

Wer gibt das Tempo vor?
Ransmayr:
Reinhold hat auf unseren Wegen die fürsorgliche Art eines Bergführers, der das Tempo einer Gruppe immer das Tempo des Langsamsten sein lässt. Wenn wir zu zweit sind, ist es mein Tempo.
Messner: Christoph ist sehr gut in Form. Wir reden auch nicht viel. Wenn man richtig geht, durch Tiefschnee, redet niemand viel. Bei Achttausender-Besteigungen rede ich einen Satz am Tag, wenn’s hoch kommt.

Nabokov on Inspiration and the Six Short Stories Everyone Should Read | Brain Pickings.

“A prefatory glow, not unlike some benign variety of the aura before an epileptic attack, is something the artist learns to perceive very early in life.”

“Show up, show up, show up,” Isabel Allende advised, “and after a while the muse shows up, too.” “Inspiration is for amateurs,” Chuck Close famously proclaimed, “the rest of us just show up and get to work.” “When you work regularly,” Gretchen Rubin asserted, “inspiration strikes regularly.” But as prescriptive as we may get about the pursuit and attainment of inspiration, its very nature remains ever-elusive.

That’s precisely what Vladimir Nabokov addresses in an essay titled “Inspiration,” a fine addition to famous writers’ collected wisdom on writing,” originally published in the Saturday Review on November 20, 1972, and found in Strong Opinions (public library) — the same fantastic volume that gave us the author’s rare BBC interview on literature and life.

A speech by the late David Foster Wallace | Books | The Guardian. (20th Sept 2008)

David Foster Wallace, who died 12th Sept 2008, was the most brilliant American writer of his generation. In a speech, published in the Guardian (later book title:  ‚This is Water‘) for the first time, he reflects on the difficulties of daily life and ‚making it to 30, or maybe 50, without wanting to shoot yourself in the head‘

There are these two young fish swimming along, and they happen to meet an older fish swimming the other way, who nods at them and says, „Morning, boys, how’s the water?“ And the two young fish swim on for a bit, and then eventually one of them looks over at the other and goes, „What the hell is water?“

If you’re worried that I plan to present myself here as the wise old fish explaining what water is, please don’t be. I am not the wise old fish. The immediate point of the fish story is that the most obvious, ubiquitous, important realities are often the ones that are the hardest to see and talk about. Stated as an English sentence, of course, this is just a banal platitude – but the fact is that, in the day-to-day trenches of adult existence, banal platitudes can have life-or-death importance. That may sound like hyperbole, or abstract nonsense. So let’s get concrete …

Why Emotional Excess is Essential to Writing and Creativity | Brain Pickings.

“Something is always born of excess: great art was born of great terrors, great loneliness, great inhibitions, instabilities, and it always balances them.”

The third volume of Anaïs Nin’s diaries has been on heavy rotation in recent weeks, yielding Nin’s thoughtful and timeless meditations on life, mass movements, Paris vs. New York, what makes a great city, and the joy of handcraft.

The subsequent installment, The Diary of Anais Nin, Vol. 4: 1944-1947 (public library) is an equally rich treasure trove of wisdom on everything from life to love to the art of writing. In fact, Nin’s gift shines most powerfully when she addresses all of these subjects and more in just a few ripe sentences. Such is the case with the following exquisite letter of advice she sent to a seventeen-year-old aspiring author by the name of Leonard W., whom she had taken under her wing as creative mentor.

‚I like to live always at the beginnings of life, not at their end. We all lose some of our faith under the oppression of mad leaders, insane history, pathologic cruelties of daily life. I am by nature always beginning and believing and so I find your company more fruitful than that of, say, Edmund Wilson, who asserts his opinions, beliefs, and knowledge as the ultimate verity. Older people fall into rigid patterns. Curiosity, risk, exploration are forgotten by them. You have not yet discovered that you have a lot to give, and that the more you give the more riches you will find in yourself. It amazed me that you felt that each time you write a story you gave away one of your dreams and you felt the poorer for it. But then you have not thought that this dream is planted in others, others begin to live it too, it is shared, it is the beginning of friendship and love.

[…]

You must not fear, hold back, count or be a miser with your thoughts and feelings. It is also true that creation comes from an overflow, so you have to learn to intake, to imbibe, to nourish yourself and not be afraid of fullness. The fullness is like a tidal wave which then carries you, sweeps you into experience and into writing. Permit yourself to flow and overflow, allow for the rise in temperature, all the expansions and intensifications. Something is always born of excess: great art was born of great terrors, great loneliness, great inhibitions, instabilities, and it always balances them. If it seems to you that I move in a world of certitudes, you, par contre, must benefit from the great privilege of youth, which is that you move in a world of mysteries. But both must be ruled by faith.‘

The Diary of Anais Nin, Vol. 4: 1944-1947 is brimming with such poetic yet practical sagacity on the creative life and is a beautiful addition to other famous advice on writing like Kurt Vonnegut’s 8 rules for a great story, David Ogilvy’s 10 no-bullshit tips, Henry Miller’s 11 commandments, Jack Kerouac’s 30 beliefs and techniques, John Steinbeck’s 6 pointers, and Susan Sontag’s synthesized learnings.

Paris Review – The Art of Fiction No. 163, William T. Vollmann.

William T. Vollmann, the author of eleven books, all published since 1987, has become known for his highly unusual prolificity, for his extraordinary stylistic pyrotechnics, for the unique engagement of his own personality with his work, and for the quite staggering ambition of his literary projects. He also has begun to achieve a certain notoriety for his parallel career as a professional adventurer.

At twenty-two, Vollmann traveled to Afghanistan in the hopes of aiding the mujahideen rebels in their struggle against the Soviet army. His less than successful efforts are recounted in the tragicomic memoir An Afghanistan Picture Show (1992). In the early eighties, while living in San Francisco, he befriended the prostitutes in the Tenderloin to gather material for his first story collection, The Rainbow Stories (1989).

For over a decade Vollmann has been at work on Seven Dreams: A Book of North American Landscapes, a grand multinovel project to recreate the history of the North American continent. “I’d like to see these books taught in history classes,” he has said. The Ice-Shirt (1990) recounts the brief colonization of a part of the continent by the Vikings; Fathers and Crows (1992) tells of the relationships among the French Jesuit priests and the Iroquois and Huron Native Americans; and The Rifles (1994), the third novel to be written (actually the sixth in the series), focuses on the exploits of British explorer Sir John Franklin, who died on a naval expedition to the Canadian Arctic. To research The Rifles, Vollmann spent two weeks at an abandoned weather station at the magnetic North Pole, where his sleeping bag didn’t warm him and he began to hallucinate from lack of sleep: “Every night now he wondered if he would live until morning,” he writes.

Vollmann’s other works include the short-story collection Thirteen Stories and Thirteen Epitaphs (1991), as well as the novels Whores for Gloria; or, Everything Was Beautiful Until the Girls Got Anxious (1992) and The Royal Family, which was published earlier this year.

Though it was updated this fall, the main portion of this interview took place in New York City in the fall of 1993. Vollmann was traveling to promote his most recent publication, the episodic novel Butterfly Stories. We talked in the small living room of his sister Sarah’s Hell’s Kitchen apartment, where Vollmann was staying while in New York.